Neue Methode der Wasserspaltung

Brennendes Salzwasser in Gegenwart eines Radiowellenfelds im Labor von Rustom RoySeit 2005 macht ein Video im WWW die Runde, in dem eine neue Methode der Wasserspaltung berichtet wird. John Kanzius bestrahlt ein Glas Salzwasser mit Radiowellen der Frequenz 13,56 MHz. Wenn man es anzündet, brennt es mit gelblicher Flamme, bis das Wasser verbraucht ist oder das Radiowellenfeld ausgeschaltet wird. Dieses Experiment ist nun von Rustum Roy und Kollegen an der Penn State University überprüft und bestätigt worden. Mein Bericht lief im Deutschlandfunk (hier kann der Beitrag nachgehört werden). Für das, was Roy als größte Innovation bezeichnet, war im Beitrag leider kein Platz mehr. Für ihn ist das Experiment in erster Linie ein Weckruf für die Wissenschaft, die traditionellerweise Resonanzeffekte vernachlässigt habe:

Die größte Entdeckung von Kanzius ist, dass es ein Schwarzes Loch in der Physik gibt. Über die Jahre hat es seltsame Ergebnisse gegeben, wie elektromagnetische Strahlung mit Flüssigkeiten – hauptsächlich Wasser –, aber auch mit Festkörpern wechselwirken kann. In unserem Aufsatz nennen wir dafür mehrere Quellen. Und ich rede von sehr schwacher Strahlung. Wie kann elektromagnetische Strahlung mit einem Millionstel der Energie einer Glühbirne Wasser so drastisch beeinflussen? Ich habe 40 Jahre lang Thermodynamik gelehrt. Aber wenn es um die Beeinflussung der Stabilität von Flüssigkeiten und Festkörpern geht, denken wir immer nur an Druck und Temperatur. Elektrische und magnetische Felder sind in den Thermodynamik-Lehrbüchern bislang einfach kein Thema. Das ist das Schwarze Loch! Wir haben tatsächlich wichtige thermodynamische Variablen vernachlässigt und ich bin dabei so schuldig wie jeder andere.

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