Archive for the ‘Wissenschaft’ Category

Kalte Fusion nimmt erneut Anlauf

Thursday, August 14th, 2008

Seit etwa 50 Jahren wird versucht, den Prozess, der in der Sonne abläuft, auf der Erde zu reproduzieren und für die Energieversorgung zu nutzen. In acht Jahren soll der internationale Forschungsreaktor ITER in Betrieb gehen und die Ära der Heißen Fusion einleiten – ein Wissenschaftstraum und Milliardenprojekt. Zurzeit findet in Washington DC, direkt vor der Haustür des US-Kongresses, eine Konferenz zur Kernfusion statt. Das Motto lautet: „Spannende neue Wissenschaft und potenzielle saubere Energie“. Doch um die Heiße Fusion geht es nicht. Der folgende Bericht über die Kalte Fusion lief heute im Deutschlandfunk (hier nachzuhören). Gleich darauf berichtete der USA-Wissenschaftskorrespondent über die Konferenz (hier nachzuhören). (more…)

Lobbying für die Kalte Fusion

Tuesday, August 12th, 2008

2004 lief bei Telepolis eine sechsteilige Mini-Serie über die umstrittene Kalte Fusion. Hintergrund war eine Begutachtung des Stands der Erforschung dieser potentiellen Energiequelle durch das US-Energieministerium. Das Ergebnis blieb zweideutig. Zu der breit angelegten Forschungsförderung, die die Antragsteller sich gewünscht hatten, kam es nicht. Nun ist das Wissenschaftslobbying der Kalte-Fusion-Forscher in eine neue Runde gegangen. Seit Montag findet vor der Haustür des US-Kongresses die 14. Internationale Konferenz für Festkörperkernforschung statt. Doch auch international gibt es Bemühungen, die Forschung auszuweiten, besonders in Indien. Eine Schlüsselrolle kommt der kürzlichen Demonstration einer Kalten Fusion an der Osaka Universität in Japan zu, von der Manche sich den Anfang eines Durchbruchs erhoffen. Teil 7 der Serie schildert Hintergründe dieser internationalen wissenschaftlichen und politischen Bemühungen. (more…)

Neue Methode der Wasserspaltung

Friday, May 23rd, 2008

Brennendes Salzwasser in Gegenwart eines Radiowellenfelds im Labor von Rustom RoySeit 2005 macht ein Video im WWW die Runde, in dem eine neue Methode der Wasserspaltung berichtet wird. John Kanzius bestrahlt ein Glas Salzwasser mit Radiowellen der Frequenz 13,56 MHz. Wenn man es anzündet, brennt es mit gelblicher Flamme, bis das Wasser verbraucht ist oder das Radiowellenfeld ausgeschaltet wird. Dieses Experiment ist nun von Rustum Roy und Kollegen an der Penn State University überprüft und bestätigt worden. Mein Bericht lief im Deutschlandfunk (hier kann der Beitrag nachgehört werden). (more…)

Was der kosmische Mikrowellenhintergrund dem Kosmologen Stefan Hofmann verrät

Monday, April 10th, 2006

Ausmessungen eines kosmischen Temperaturfeldes verraten Kosmologen etwas über die Genese des Universums. Kürzlich haben amerikanische Wissenschaftler Ergebnisse veröffentlicht, an denen sie drei Jahre gerechnet haben. Sie sehen damit die Inflationstheorie bestätigt, der nach sich das Universum an seinem Anfang in einer Billionstel Sekunde auf astronomische Größe ausdehnte.

Welche Schlüsse aus den Messungen gezogen werden, erläutert der deutsche Kosmologe Stefan Hofmann vom kanadischen Perimeter Institute im Telepolis-Interview. Beim Gespräch über winzige Temperaturschwankungen, Dunkle Materie, Dunkle Energie und das Vakuum stellt sich heraus: die winzige Quantenwelt ist der riesigen Welt des Kosmos gar nicht so unähnlich.

Experten streiten über Kalte Fusion

Thursday, March 23rd, 2006

Derzeit tobt unter Physikern ein öffentlicher Disput über die “Bläschenfusion”, die mit der “kalten Fusion” oft in einem Atemzug genannt wird, da beide ohne viel Aufwand Fusionsenergie versprechen. Rusi Taleyarkhan von der Purdue-Universität in Indiana behauptet, die Fusion von Wasserstoffatomen erreicht zu haben, indem er das Lösungsmittel Aceton einem Ultraschallfeld aussetzte. Bei einer Fusion wird viel Energie frei. Die kontrollierte “heiße Fusion” nach dem Vorbild der Sonne gilt als Energiequelle der Zukunft. Taleyarkhan selbst sieht seine Bläschenfusion zwar als heiße Fusion, dennoch wird sie oft mit der kalten Fusion verglichen. Die kalte Fusion ist heute vor 17 Jahren als Wasserstofffusion bei Raumtemperatur vorgestellt worden. 2004 bewertete das US-Energieministerium ausgewählte Ergebnisse der kalten Fusion. Die “überzeugendsten Belege” kämen aus Deutschland. Hintergründe im Handelsblatt

Schleifen statt Fäden

Friday, March 17th, 2006

Das wohl größte Problem der Physik ist der Widerspruch zwischen Allgemeiner Relativitätstheorie und Quantentheorie. Erste beschreibt die Schwerkraft und gilt im kosmischen Maßstab. Zweite regelt das Verhalten von Materie auf der atomaren und subatomaren Skala. Schon Einstein hatte versucht, diesen Riss im Weltbild der physikalischen Erkenntnis zu flicken – erfolglos.

Heute liefern sich die Stringtheorie und die Theorie der Schleifenquantengravitation (SQG) ein Rennen um die bessere Vereinigung beider Theorien. Der Artikel Schleifen statt Fäden in der Süddeutschen Zeitung stellt die SQG vor und schildert, wie Daten des Planck-Experiments eine Entscheidung herbeiführen könnten.

Die Kleine Welt des Bundestags

Wednesday, December 14th, 2005

Parlamentarier kommen nicht nur in ihren Fraktionen oder bei Ausschusssitzungen zusammen. Sie treffen in unterschiedlichen Kontexten immer wieder aufeinander - sei es auf Helmut Kohls Geburtstagsfeier, im Aufsichtsrat einer Aktiengesellschaft oder im Parlamentarischen Fußballclub. Gemeinsame Zugehörigkeiten sind die Voraussetzung für informellen Informationsaustausch. Nach solchen Kriterien war im vergangenen Bundestag der Grüne Hans Ströbele-Christian nur zwei Schritte vom CDU-Außenpolitiker Friedbert Pflüger entfernt: Ströbele saß mit Dagmar Schmidt (SPD) im Verwaltungsrat des Deutschen Entwicklungsdienstes. Schmidt und Pflüger wiederum waren im Kuratorium der Freunde des Beit Berl College. Selbst so unterschiedliche Politiker wie Petra Pau (PDS) und Eckart von Klaeden (CDU) waren über solche Kontexte verbunden. Natürlich zeugen derartige Berührungspunkte nicht von gemeinsamen Positionen oder gar Absprachen. Doch die Möglichkeit dazu besteht.

Dieser Artikel im Handelsblatt macht sich die soziologische Netzwerkanalyse zu Eigen und zeigt die Kleine Welt des Bundestags auf. Die Datengrundlage besteht einzig und allein aus den Angaben, die die Parlamentarier auf der Webseite des Budnestags machen.

Von der Feldtheorie Burkhard Heims und ihrer Anwendung für einen Raumfahrtantrieb

Monday, November 22nd, 2004

In den 50er Jahren hat der deutsche Physiker Burkhard Heim ein Raumfahrzeug entworfen, das die Luft- und Raumfahrt revolutionieren sollte. Erst in den letzten Jahren ist eine experimentelle Überprüfung des Grundprinzips in greifbare Nähe gerückt. Jetzt deutet vieles darauf hin, dass Heim, den manche zu Lebzeiten sogar zum zweiten Einstein hochstilisierten, seiner Zeit weit voraus gewesen ist.

Das Feature 11 Lichtjahre in 80 Tagen ist Teil des ersten Telepolis special 1/2005. Nach über 30 Jahren massenmedialer Abstinenz und drei Jahre nach seinem Tod stellt dieser Artikel Werk und Person Burkhard Heims erstmal wieder der deutschsprachigen Öffentlichkeit vor. Mit kurzen Erläuterungen zu den Grundzügen der Heim’schen Theorie und dem physikalischen Prinzip des Feldantriebs nach Dröscher und Häuser. (more…)